Überblick
Die KL-D-J-Serie ist eine Baureihe von Elektroabscheidern für bodennahe Küchenabfuhr. Sie arbeitet mit Platten-Ionisationszellen: Rauchpartikel werden durch Hochspannungsionisation aufgeladen und in einer Niedervolt-Sammelzone erfasst, Fettpartikel werden hocheffizient aus dem Luftstrom getrennt. Dreizehn Modelle decken 4.000 bis 64.000 m³/h ab – vom Nachtmarktstand oder Snack-Laden bis zur großen Restaurantkette oder einem Food Court.
Die Gehäuse sind modular und stapelbar – einfach, doppelt oder dreifach – passend zu Platz und verfügbarem Luftvolumenstrom. Die Baureihe trägt die CEP-Umweltproduktzertifizierung, erreicht einen Abscheidegrad von 95 % oder besser und senkt die Rauchkonzentration am Auslass auf 1–2 mg/m³, die Abfuhr ist also sichtbar rauchfrei.
Kernkonfiguration: 12-fach umgeformte Ionisationszelle aus Edelstahl, Dual-Drive-IoT-Konstantspannungsnetzteil, Hochspannungs-Keramikisolatoren und Digitaldisplay.
Welche Probleme löst das Gerät
| Häufiges Problem | Wie die KL-D-J-Serie es löst |
|---|---|
| Rauch wird unbehandelt abgegeben, Beschwerden von Nachbarn | Abscheidegrad 95 % oder besser mit sichtbar rauchfreier bodennaher Abfuhr; weniger Beschwerden von Anwohnern und geringeres Risiko behördlicher Maßnahmen |
| Umweltkontrolle wird nicht bestanden | CEP-zertifiziertes Produkt, dessen Auslasskonzentration die Grenzwerte der Gastronomie einhält und das als Compliance-Gerät anerkannt ist |
| Ionisationszelle schwer zu reinigen, ständige Wartung | Herausziehbare Ionisationszelle aus Edelstahl, direkt mit Wasser waschbar, alle 2–3 Monate; eine selbstreinigende Ausführung ist ebenfalls erhältlich |
| Kein Überblick über den Betriebszustand | Rundes Digitaldisplay zeigt Hochspannung und Strom in Echtzeit, mit automatischen Erinnerungen an Verschmutzungsgrad und Reinigungsintervall |
| Hochspannungs-Lichtbögen und Sicherheitsbedenken | Acht Netzteil-Schutzfunktionen, Hochspannungs-Keramikisolatoren und Abschaltung bei geöffneter Tür beseitigen das Risiko von Ableitströmen, Lichtbögen und elektrischem Schlag |
| Begrenzter Montageraum | Modulares Gehäuse, stapelbar und horizontal installierbar, passend für Deckenebenen, Servicegänge und Technikräume |
| Schneller Zellenverschleiß bei starkem Fettanfall | Ein vergleichmäßigender Vorfilter fängt groben Ölnebel zuerst ab, schützt die Ionisationszelle und verlängert sowohl ihre Lebensdauer als auch die Reinigungsintervalle |
So funktioniert es
Vierstufige Reinigung
Die rauchbeladene Luft durchläuft nacheinander vier Stufen:
- Vorfilterung: ein hochdichtes Fettgitter fängt groben Ölnebel und Schmutz ab und schützt die innenliegende Ionisationszelle.
- Aufladung: die Partikel durchlaufen eine 12-kV-Hochspannungszone, in der feine Öltröpfchen ionisiert und aufgeladen werden.
- Sammlung: die aufgeladenen Tröpfchen gelangen in eine Niedervolt-Sammelzone und werden durch die elektrostatische Kraft der Ionisationszelle an den gegensinnig geladenen Platten erfasst.
- Nachfilterung und Abfuhr: ein hochdichtes Gitter filtert die Luft ein zweites Mal, die gereinigte Luft tritt am Auslass aus.
Das an den Platten gesammelte Fett läuft über die Edelstahloberfläche ab und sammelt sich am Bodenablauf zur Entsorgung an einer Stelle.
Ionisationszelle aus Edelstahl – das Kernbauteil
| Position | Ausführung |
|---|---|
| Struktur | Platten-Ionisationszelle zum Herausziehen, zwei Zonen: Ionisation und Sammlung |
| Material | Korrosionsbeständiger Edelstahl, wiederholt waschbar ohne Verzug oder Rost |
| Plattenumformung | 12-fache Umformung, vier Biegungen je Platte, keine Grate, starre Struktur |
| Plattenabstand | 7,5 mm, Abweichung innerhalb 0,8 mm, für größere Sammelfläche |
| Reinigung | Ionisationszelle herausziehen, in alkalischer Lösung einweichen, dann mit Druck spülen – alle 2–3 Monate |
Dual-Drive-IoT-Konstantspannungsnetzteil
Das Netzteil ist das Herz eines Elektroabscheiders. Diese Baureihe nutzt ein Dual-Drive-IoT-Konstantspannungsnetzteil für eine Zwei-Zonen-Ionisationszelle: eine Konstantspannungsregelung, die der Zellbeladung folgt und die optimale Reinigungsspannung hält, sodass der Wirkungsgrad bei zunehmendem Fettbelag nicht abfällt; acht Schutzebenen für adaptive Stufenversorgung, Hochspannungskurzschluss, Sanftanlauf, Transformator-Übertemperatur, Konstantspannungsregelung, Überlast, Lichtbogenunterdrückung und Unterbrechung; eine IoT-Schnittstelle zur Anbindung an ein Fernüberwachungssystem; sowie eine Fehler-Selbstdiagnose, die den Fehlertyp erkennt und im Display anzeigt – das verkürzt die Fehlersuche.
Hochspannungs-Keramikisolatoren
Der Isolator ist die Barriere zwischen Hochspannungselektrode und geerdetem Gehäuse und bestimmt Sicherheit und Stabilität des Geräts: Hochspannungskeramik für Durchschlagsfestigkeit und Hitzebeständigkeit; Trennung der Elektrode vom geerdeten Gehäuse gegen Hochspannungsableitung und Lichtbögen; eine ölabweisende Form, die Fett von der Isolierfläche fernhält, damit die Leistung auch in feuchtem, fettigem Milieu hält; sowie herausnehmbar, damit er einzeln geprüft und ersetzt werden kann.
Digitaldisplay
Ein rundes Digitaldisplay an der Front zeigt Hochspannungsausgang und Strom in Echtzeit, der Betriebszustand ist also auf einen Blick klar. Es erinnert automatisch an Verschmutzungsgrad und Reinigungsintervall, damit die Wartung rechtzeitig erfolgt und der Wirkungsgradabfall durch eine übermäßig verschmutzte Ionisationszelle vermieden wird.
Aufbau
- Gehäuseoberfläche: elektrostatische Pulverbeschichtung, korrosions- und fettbeständig für das feuchte Küchenklima.
- Gehäusestruktur: horizontales modulares Gehäuse, stapelbar ein-, zwei- oder dreilagig.
- Türpaneel: von innen nach außen eingesetzt, bündig und gegen Staub und Wasser abgedichtet, mit verstärktem Scharnier und Schloss.
- Ein- und Auslass: Standardflanschverbindungen zur direkten Kupplung an den vorhandenen Abluftkanal.
- Ablauf: ein Ablaufstutzen am Boden lässt gesammeltes Fett an einer Stelle ab, statt sich im Gerät zu sammeln.
- Vorfilterung: ein vergleichmäßigendes Vorfiltergitter am Einlass fängt groben Ölnebel zuerst ab.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Luftvolumenstrombereich | 4.000 – 64.000 m³/h |
| Abscheidegrad | ≥ 95 % |
| Auslasskonzentration | 1 – 2 mg/m³ |
| Ionisationsspannung | 12 kV |
| Plattenabstand | 7,5 mm (Abweichung innerhalb 0,8 mm) |
| Gesamtleistung | 300 – 2.400 W (modellabhängig) |
| Druckverlust | 107 – 176 Pa |
| Schutzart | IP65 |
| Montage | Horizontal, modulare Stapelung (ein-/zwei-/dreifach) |
| Zertifizierung | CE-zertifiziert; CEP-Umweltproduktzertifizierung |
Modellpalette
| Modell | Luftvolumenstrom (m³/h) | Abmessungen L×B×H (mm) | Ein-/Auslass B×H (mm) | Gesamtleistung (W) | Druckverlust (Pa) |
|---|---|---|---|---|---|
| KL-D-J40 | 4,000 | 470 × 850 × 690 | 610 × 490 | 300 | 107 |
| KL-D-J60 | 6,000 | 770 × 670 × 690 | 420 × 490 | 300 | 113 |
| KL-D-J80 | 8,000 | 770 × 856 × 690 | 610 × 490 | 300 | 133 |
| KL-D-J100 | 10,000 | 770 × 1000 × 690 | 760 × 490 | 600 | 124 |
| KL-D-J120 | 12,000 | 770 × 1170 × 690 | 925 × 490 | 600 | 131 |
| KL-D-J160 | 16,000 | 770 × 1570 × 690 | 1325 × 490 | 600 | 125 |
| KL-D-J200 | 20,000 | 770 × 1000 × 1270 | 760 × 1070 | 1200 | 129 |
| KL-D-J240 | 24,000 | 770 × 1170 × 1270 | 925 × 1070 | 1200 | 125 |
| KL-D-J320 | 32,000 | 770 × 1570 × 1270 | 1325 × 1070 | 1200 | 121 |
| KL-D-J400 | 40,000 | 1540 × 1000 × 1270 | 760 × 1070 | 2400 | 153 |
| KL-D-J480 (Doppelstapel) | 48,000 | 1540 × 1170 × 1270 | 925 × 1070 | 2400 | 173 |
| KL-D-J480 (Dreifachstapel) | 48,000 | 770 × 1570 × 1870 | 1325 × 1670 | 1800 | 152 |
| KL-D-J640 | 64,000 | 1540 × 1570 × 1270 | 1325 × 1070 | 2400 | 176 |
Schnellauswahl: 4.000–8.000 m³/h für Stände und kleine Läden; 10.000–16.000 für mittlere Restaurants; ab 20.000 für große Restaurants, Food Courts und zentrale Abfuhranlagen. Die Werte stammen aus dem offiziellen Produktdatenblatt; die ausgelieferte Konfiguration des jeweiligen Geräts ist maßgeblich.
Auswahlhilfe
Nach Zubereitungsart
| Zubereitungsart | Rauchlast | Empfohlener Luftvolumenstrom | Auswahlhinweis |
|---|---|---|---|
| Dämpfen, Kochen, Schmoren, Warmhalten | Leicht | 4.000 – 6.000 | Ein kleines Elektrogerät genügt; bei viel Dampf eine Kondensationsausführung erwägen |
| Braten in der Pfanne, alltägliches Pfannenrühren | Mittel | 6.000 – 12.000 | Nach Brennerzahl wählen, etwa 2.000–3.000 m³/h je Brenner |
| Wok-Stöße, Sichuan- und Hunan-Art | Stark | 12.000 – 20.000 | Zusätzliche Luftreserve einplanen und Vorfilterung zum Schutz der Ionisationszelle ergänzen |
| Frittieren, Fritteusen | Stark plus hohe Temperatur | ab 16.000 | Luftvolumenstrom mit Faktor 1,5 ansetzen; eine Wassersprüh-Vorbehandlung vor der elektrostatischen Stufe wird empfohlen |
| Grillen, Holzkohle | Sehr stark plus Geruch | ab 20.000 | Die elektrostatische Stufe behandelt den Rauch; der Geruch braucht eine eigene Behandlungsstufe |
Luftvolumenstrom aus der Brennerzahl abschätzen
- Je chinesischem Wok-Brenner: etwa 2.000–3.000 m³/h
- Je Meter Haubenlänge: etwa 2.000–2.500 m³/h
- Grillen und Frittieren: Grundluftstrom × 1,5–2
- 20 % Reserve einplanen, damit ein zusätzlicher Brenner oder ein späterer Kartenwechsel keinen Gerätetausch bedeutet
Nach Standortbedingungen
| Standortbedingung | Empfohlene Konfiguration | Hinweis |
|---|---|---|
| Kanal und Ventilator vorhanden | Nur Abscheider, eigenständig | Direkt an vorhandenen Ventilator und Kanal anschließbar; niedrigste Kosten |
| Kein Ventilator, einfache Montage gewünscht | Gerät mit integriertem Ventilator (kleiner Luftvolumenstrombereich) | 4.000 / 6.000 / 8.000 verfügbar, Betrieb am 220-V-Netz |
| Begrenzter Platz | Stapelkonfiguration | Doppelte oder dreifache Stapelung spart Stellfläche |
| Starker Fettanfall, weniger Reinigungen gewünscht | Vorfilterung plus größerer Luftvolumenstrom | Verlängert die Reinigungsintervalle und schont die Lebensdauer der Ionisationszelle |
Einsatzbereiche
- Kleine Gastronomie: Pfannengerichte-Läden, Nudelhäuser, Fast-Food-Betriebe, Malatang- und Reisnudel-Läden, Food-Court-Stände und Cafés mit leichten Speisen.
- Fettintensive Restaurants: chinesische Restaurants, Sichuan- und Hunan-Küchen, Grill- und Holzkohle-BBQ-Läden, Frittier- und Brathähnchen-Läden, Kantinen und Betriebsrestaurants.
- Gewerbekomplexe: zentrale Abfuhr für Restaurantetagen in Malls, Food Courts, Gastronomiebereiche in Einkaufszentren und Gastronomieeinheiten in Geschäftsstraßen.
- Stände und mobile Aufbauten: Nachtmarktstände und Snack-Wagen, Pfannkuchen- und Spießstände, Teppanyaki und mobile Einheiten, kleine Straßenfronttheken.
Referenzbeispiele
- Nachrüstung auf bodennahe Abfuhr in einem Pfannengerichte-Laden: ein Straßenladen mit drei Wok-Brennern gab Rauch unbehandelt ab, zog wiederholte Beschwerden der Bewohner darüber auf sich und hatte eine Nachbesserungsanordnung. Ein KL-D-J120 (12.000 m³/h) wurde an den vorhandenen Radialventilator gekoppelt und im Küchentechnikraum installiert. Ergebnis: kein sichtbarer Rauch, Auslasskonzentration innerhalb der Grenzwerte, Beschwerden endeten, die Nachprüfung wurde bestanden.
- Zentrale Abfuhr für einen Food Court: fünfzehn Stände führten in ein System ab, das Gesamtvolumen war hoch und die ursprüngliche Kanalabfuhr nicht vorschriftsgemäß. Eine Kombination aus KL-D-J400 und KL-D-J240 (zusammen 64.000 m³/h) wurde als Doppelstapel auf der Dachtechnikebene installiert. Ergebnis: ein zentraler Behandlungspunkt, der nach den Anforderungen für bodennahe Abfuhr auslässt – die einzelnen Stände brauchten keine eigenen Geräte.
- Mobile Reinigung an einem Nachtmarktstand: ein Pfannkuchen- und Spießstand ohne festen Kanal, besorgt wegen Beschwerden und Platzverweis. Ein KL-D-J40 mit integriertem Ventilator (4.000 m³/h) wurde mit Haube und Kanal kombiniert und läuft am 220-V-Netz oder mit Batterie. Ergebnis: Reinigung ab dem ersten Verkaufsmoment, kein Rauch am Stand, vom Marktbetreiber akzeptiert.
- Standardisierte Wartung in einer Restaurantkette: zwanzig Filialen einer Sichuan-Marke, starker Küchenrauch, hohe Kosten für die manuelle Zellenreinigung und kein einheitlicher Wartungsstandard zwischen den Standorten. Die KL-D-J-Serie wurde je Filiale nach Brennerzahl ausgelegt (je 8.000–16.000 m³/h) und an die IoT-Fernüberwachung angebunden. Ergebnis: die Zentrale kann Betriebszustand und Reinigungserinnerungen jedes Geräts fernabfragen, mit einem Wartungsstandard und geringeren Prüfkosten.
Montage und Wartung
Montagehinweise
- Mindestens 1 m Serviceabstand vor und hinter dem Gerät freihalten, damit die Ionisationszelle zur Reinigung herausgezogen werden kann.
- Vor dem Ventilator auf der Unterdruckseite installieren, damit das Fett vom Ventilator fernbleibt.
- Bei Außenaufstellung gegen Regen schützen und die Stromanschlüsse wasserdicht ausführen.
- Bögen und Querschnittswechsel im Kanal auf ein Minimum beschränken, um den Widerstand niedrig zu halten.
- Das Gehäuse zuverlässig erden.
Wartungsintervalle
| Arbeitsgang | Intervall | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Reinigung der Ionisationszelle | Alle 2–3 Monate (monatlich bei starkem Fettanfall) | Spannung freischalten, Ionisationszelle herausziehen, 15 Minuten in alkalischer Lösung einweichen, mit Druck spülen, trocknen und wieder einbauen |
| Bodenablauf | Monatlich | Bodenablaufstutzen öffnen und angesammeltes Fett ablassen |
| Vorfiltergitter | Monatlich | Vergleichmäßigenden Vorfilter entnehmen und den schweren Ölnebel abspülen |
| Isolatorenprüfung | Vierteljährlich | Auf Fettansatz und Risse prüfen; reinigen oder ersetzen |
| Betriebsanzeige | Tägliche Sichtprüfung | Normalen Zustand der Betriebsleuchte bestätigen; bei Störleuchte der Anzeige folgen |
Bei Leistungsabfall in dieser Reihenfolge prüfen
- Ist die Reinigung der Ionisationszelle überfällig und die Zelle stark verfettet – die häufigste Ursache.
- Ist die Tür ordnungsgemäß geschlossen – die Abschaltung bei offener Tür stoppt das Gerät.
- Ist die Betriebsanzeige normal und zeigt keinen Störalarm.
- Passt der Luftvolumenstrom des Ventilators, und gibt es Undichtigkeiten im Kanal.
- Liegt die Rauchkonzentration am Einlass über dem Auslegungswert (20 mg/m³) – starker Fettanfall braucht eine Vorbehandlung.